Zitronenkuchen – Zitrusfrüchte zum Geburtstag!

Wenn ich einen tollen, fotogenen Kuchen backen möchte, sollte ich meinen Liebsten in Zukunft lieber nicht nach seinen Wünschen bezüglich Geburtstagskuchen fragen. Dann kommt nämlich folgende Antwort:“ Ich will einen Zitronenkuchen!! Aber so einen richtig pupstrockenen, langweiligen Zitronenkuchen, wie ihn deine Oma macht! Das war der BESTE KUCHEN den ich JEMALS gegessen habe!!“(Man beachte, dass dieser New York Cheesecake und diese Charlotte von mir nicht im Geringsten an den pupstrockenen Kuchen meiner Oma rankamen…) Okay, zumindest kann niemand behaupten, dass ich unter besonders großem Erwartungsdruck gestanden hätte.

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Aber so wirklich anfreunden konnte ich mich mit diesem Wunsch nicht. Und je mehr ich darüber grübelte, wie ich einen langweiligen, trockenen Zitronenkuchen etwas mehr Pepp verpassen könnte, damit er wenigstens auf Fotos so einigermaßen ansehnlich ist, fiel mir auf, was für komische Essensvorlieben mein Liebster hat. Da ich diesen Zitronenkuchen bereits vor einer Woche gebacken habe und die Fotos seitdem auf meinem PC liegen, hatte ich in der Zwischenzeit die Gelegenheit, das Phänomen eingehend zu beobachten. Und was soll ich sagen? Diese Spezies ist weit vertreten!

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Heute erst unterhielt ich mich mit meiner Kollegin. Sie erzählte mir, dass sie für Ihren Mann gekocht hatte und als sie gerade am hübsch gedeckten Tisch saßen, kam die Frage, die jede Frau zur Weißglut bringt:“ Und wo ist das Ketchup???“ Das beruhigte mich ungemein, ich hatte schon an meinen Kochkünsten gezweifelt…

Gut, ich wollte also einen hübschen Zitronenkuchen. Okay – und trocken fand ich auch doof, lieber schön locker und etwas saftig! Und Schokolade musste sein! Damit ich diese vor meinem Liebsten rechtfertigen konnte und weil sie so gut zur Fotoidee passt, wählte ich also eine weiße Ganache. „Du magst doch weiße Schokolade so gerne, Schatz!!“ – Passt!

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Sooo…und die Fotoidee? Zitronen finde ich ja schon mal ziemlich fotogen. Und dann überlegte ich, ob ich Karamellsoße und Karamellornamente dazu machen (er hasst Karamell!) sollte oder lieber eine Schokoladenschale mit Blüten oben drauf (sehr männlich!) oder Weihnachtskugeln (Klischeee!!) oder…und dann traf ich im Supermarkt die perfekte Mandarine mit Blättern, in die ich mich sofort verliebte. Und Mandarine oder Zitrone – alles Zitrusfrüchte! -Passt!

Hier also nun das Rezept für saftigen, fluffigen Zitronenkuchen mit passender Ganache aus weißer Schokolade und Sahne:

Ihr braucht für den Teig: 200g weiche Butter, 200g Zucker, 1 Prise Salz, 2 TL Zitronenschale, 5 Eier, 240g Mehl, 50g Speisestärke, 3 TL Backpulver, 80ml Milch, 8EL Zitronensaft

Achtung, dieser Zitronenkuchen braucht etwas Geduld. Für ungeduldige Menschen ist er nur bedingt zu empfehlen…ich spreche aus Erfahrung!

Zuerst die Butter, Zucker, Salz und Zitronenschale für 10 Minuten mit dem Rührgerät gut durchmischen. Hier hätte ich eigentlich schon aufhören können – 10 Minuten rühren?? WARUM?

Danach gebt ihr die Eier einzeln unter und rührt mindestens eine halbe, besser noch 1-2 Minuten pro Ei weiter. Das Mehl, die Speisestärke und das Backpulver in einer Schüssel gut mischen, sieben und abwechselnd  mit der Milch und dem Zitronensaft unterrühren. Zwischendurch die Nerven suchen gehen..

Ich gebe zu, ich bin eigentlich eher ein Fan von „alles in eine Schüssel klatschen und ab in den Ofen“. Aber dieser Zitronenkuchen war so unglaublich lecker, dass sich der Zeitaufwand auch für ungeduldige Menschen lohnt. Das Rezept hatte ich übrigens von Claudi und ihrem tollen Blog „Mit Zucker, Salz und Bauchgefühl“ – schaut doch mal bei ihr vorbei.

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Für die Ganache braucht ihr 300g weiße Schokolade und 100g Sahne – das Verhältnis ist wichtig, damit die Ganache außen schön fest wird. Die Schokolade mit einem scharfen Küchenmesser schön klein schneiden / hacken und in eine Schüssel geben. Danach kocht ihr die Sahne in einem Topf auf und gebt die heiße Sahne über die Schokolade. 2 Minuten stehen lassen und dann mit einem Löffel gut durchrühren.  Zum Abkühlen könnt ihr die Ganache 10 Minuten auf den Balkon oder in den Kühlschrank stellen. Danach mit einem Pürierstab einmal durchpürieren, damit es keine Stückchen gibt. Sie Konsistenz sollte ungefähr so wie Nutella sein – dann lässt sie sich noch gut verarbeiten. Ich habe die erste Schicht ganz dünn aufgetragen und den Kuchen dann in den Kühlschrank gestellt, damit die Ganache die Kuchenkrümel bindet. Danach eine zweite, dickere Schicht auftragen, ab in den Kühlschrank, etwas Deko drauf und fertig.

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Obwohl ich seine ursprüngliche Idee von einem Zitronenkuchen minimal abgewandelt habe, war mein Liebster übrigens sehr begeistert an seinem Geburtstag. Verbuchen wir es unter „künstlerische Freiheit!“

 

Bezugsquellen:

Tortenplatte: H&M Home

Messer: Second Hand in Schweden

 

 

 

 

 

4 comments

    • Michelle says:

      Hihi Danke Juka, der Kuchen war auch wirklich sehr lecker! Bist du denn grundsätzlich ein Kuchenfreund? Es gibt ja auch Leute, die Kuchen gar nicht mögen :-) Liebe Grüße, Michelle

  1. EileenMo says:

    Huhu
    der Kuchen sieht wunderbar aus :-)
    Ich muss sagen .. der trockene Zitronenkuchen schmeckt mir bei meiner Oma auch immer sehr gut.Liegt wohl daran das bei den Omas immer alles super schmeckt :-)

    Grüße
    Eileen

    • Michelle says:

      Hihii ja das stimmt, Eileen!! Bei meiner Oma habe ich früher sogar Möhreneintopf geliebt, was ich Zuhause gar nicht mochte 😀 Danke dir!! :-)

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