Rezept für Bratapfel mit Marzipan und Zimt – ein Weihnachtsdessert

Ihr Lieben,

ich weiß, wir haben noch November und so ganz weihnachtlich ist es noch nicht. Auch wenn wir schon seit August Weihnachtsmänner aus Schokolade kaufen können und spätestens Anfang September die erste Weihnachtsdeko zu kaufen ist – wirklich in Weihnachtsstimmung komme ich auch erst, wenn die ersten Weihnachtsmärkte besucht und Kekse gebacken wurden. Wenn das ganze Haus nach Zimt riecht und der erste Schnee kommt , dann bin ich schlagartig in Weihnachtsstimmung.

Fragt mich deshalb bloß nicht, wieso ich Anfang Oktober auf die Idee kam, ich müsste Bratapfel selber machen, was für mich eigentlich ein Weihnachtsdessert ist. Wenn ich aber schonmal Bratapfel selber mache, kann ich für euch ja auch gleich ein paar Bilder schießen und euch das Rezept verraten, richtig? Auch, wenn der Post dazu jetzt erst einen Monat später kommt – was man hat, hat man!

Okay, die Deko drum herum mit den Blättern ist ja auch eher herbstlich, also passt es als Übergang zur Weihnachtszeit ganz gut. Ich muss zugeben, dass ich vorher noch nie Bratapfel gegessen habe. Das liegt daran, dass ich als Kind eigentlich so ziemlich wenig gegessen habe, außer Nudeln mit Ketchup. Alternativen dazu waren Kartoffeln mit Ketchup oder – wenn es ganz hart auf hart kam – Reis mit Ketchup. Bratapfel mit Mandeln, Zimt und Marzipan? Undenkbar!
Als Jugendliche erweiterte ich meinen kulinarischen Horizont dann um Käse. Das war eine enorme Erweiterung – denn ich aß plötzlich ziemlich viele verschiedene Dinge, sobald ich sie mit Käse überbacken konnte. Außerdem aß ich fast alles, was süß war – es sei denn, es war in irgendeiner Art und Weise gesund. Bei kandierten Äpfeln vom Weihnachtsmarkt knabberte ich die Zuckerkruste ab und verfütterte den Apfel ans Pferd oder wahlweise den Mülleimer. Apfelkuchen liebte ich – aber ich pickte den Apfel raus und ließ ihn übrig. Faszinierend, dass ich trotz allem Gemäkel selten krank war und trotzdem eine schlanke Figur hatte. Als Kind / Jugendlicher kann man sich wohl alles erlauben!


Tja, diese schönen Zeiten sind jetzt vorbei. Sobald man auch nur annähernd erwachsen ist, kocht man plötzlich Rezepte mit Gemüse nach, schaut mit verstohlenem Blick auf die Kalorientabelle vom Dessert und überlegt sich am Abend, ob es die Tafel das Stück Schoki jetzt wirklich sein muss. Was lief da nur schief?

Ein Gutes hat es aber dennoch, denn erst jetzt kann man eigentlich überhaupt von einem kulinarischen Horizont sprechen. So etwas wie grüne Smoothies oder Ofenkürbis wären mir damals nie auf den Teller gekommen – viel zu gesund. Und auch dieser Post mit einem Rezept für Bratapfel wäre mir ganz sicher nicht untergekommen – es hat also auch seine guten Seiten, dass sich mit zunehmenden Alter alles ändert. Auch, wenn die Füllung eine kleine Kalorienbombe ist – was in einem Apfel steckt, kann nur gesund sein!


 Rezept für Bratapfel mit Zimt, Marzipan und Vanillesoße
Ihr braucht (2 Personen): 3 große Äpfel, 100g Zucker, 50g Marzipan, 30g gehobelte Mandeln, 1TL Zimt, ein Spritzer Zitrone, 2 Platten fertigen Blätterteig, 1 Eigelb

Uns so geht es: 
Zuerst müsst ihr 2 der Äpfel aushöhlen. Dazu schneidet ihr einfach oben einen Deckel ab, schneidet den Apfel an der Schnittstelle sternförmig ein und höhlt ihn mit einem Esslöffel aus, sodass nurnoch ein dicker Rand stehenbleibt. Achtung, macht das vorsichtig, sonst schneidet ihr ausversehen Löcher rein und dann suppt am Ende die Füllung raus.


Danach schneidet ihr den 3. Apfel in kleine Stücke (vorher schälen und das Innere entfernen!). Gebt den Zucker in eine Bratpfanne und lasst ihn karamellisieren. Dann die Pfanne vom Herd nehmen und den Apfel, Zimt und die Mandeln dazugeben. Alles schön von Karamell überziehen lassen. Da hätte ich eigentlich schon stoppen und alles aufessen können – reicht doch als Dessert!

Schneidet das Marzipan in kleine Stücke und gebt abwechselnd etwas karamellisierten Apfel-Mandel-Zimt-Mix und etwas Marzipan in die ausgehöhlten Äpfel bis sie voll sind. Nun drückt ihr mit einem großen Glas kreisförmige Formen auf den fertigen Blätterteig und stecht -wenn ihr mögt- noch mit einem Keksausstecher eine Form hinein. Legt den runden Blätterteig als Deckel auf den gefüllten Apfel, bepinselt es mit etwas Eigelb und ab in den Ofen – 180°C, ca. 20 Minuten.


Ich sage euch, in den 20 Minuten duftet eure ganze Wohnung nach Zimt und Weihnachten. Bratapfel ist deshalb auch ein wirklich gutes Dessert für Weihnachten oder die Vorweihnachtszeit. Im Winter mag ich ja warme Desserts wirklich gerne – und da der Winter vor der Tür steht…ihr wisst schon!


Wie ist es bei euch? Esst ihr gerne Bratapfel oder mögt ihr andere Desserts zur Weihnachtszeit lieber? Ich hatte übrigens an dem besagten Abend gleich 2 Bratäpfel für mich, weil mein Liebster ihn nicht gegessen hat. Zitat:“ Das ist wirklich der leckerste Bratapfel, den ich je gegessen habe! Bratapfel ist nur allgemein nicht so mein Ding…! Aber würde ich Bratapfel mögen, wäre er fabelhaft!!“ Die Dinge, die nicht so sein Ding sind, werden so langsam zum Qualitätsbeweis!

Alles Liebe,

6 comments

  1. fantasylife says:

    Sieht auf jeden Fall sehr verführerisch aus! Bratäpfel gibt’s bei uns im Winter öfter, gerne mit Vanillesoße oder -eis und Kinderpunsch als Stärkung nach einem ausgiebigem Winterspaziergang!

Hinterlasse eine Antwort


*