Der gute, alte Kartoffeldruck – herbstliche Tischdeko und Geburtstagskarten selber machen

Ihr Lieben,

ich hoffe, unser kleiner Ausflug nach Amsterdam hat euch gut gefallen und ihr seid mit dem Fahrrad gut angekommen? Ich meine natürlich diesen Gastpost hier – vielen Dank noch einmal an Ariane dafür!

Wenn ihr den heutigen Post lest, wusel ich gerade mit meiner Freundin durch Schweden, mampfe wahrscheinlich eine Zimtschnecke (nicht neidisch sein – hier gab es für euch ja das Rezept!) und kaufe allerlei Dekokrams ein. In Wirklichkeit ist „heute“ nämlich der 02. Oktober – vordatierten Blogeinträgen sei Dank – und ich werde langsam ein bisschen aufgeregt, weil meine Eltern in ein paar Stunden zum Raclette kommen. Dabei ist mir aufgefallen, dass es wirklich schwer ist, ein altes Raclette hübsch in die übrige Tischdeko einzupflechten. Sagte ich schwer? Ich meine eigentlich unmöglich!

Damit meine heutige Tischdeko aber wenigstens einen Hauch von Herbst und Geburtstag abbekommt, habe ich aus schrumpeligen Kartoffeln schöne Stempel gebastelt und damit kleine Tischkarten gemacht – nennt man auch Kartoffeldruck! Ich kaufe ständig Kartoffeln und dann liegen sie erst einmal eine Weile im Körbchen…ihr wisst ja aus diesem Post, welcher Einkaufstyp ich bin! Ich kann also nichts dafür!

Den Kartoffeldruck fand ich schon als Kind gut. Ihr merkt, dass ich gerade ständig in Kindheitserinnerungen schwelge – ich glaube das liegt daran, dass ein lieber Kollege mir letztens erläuterte, ich wäre ja nun bald 1/4 Jahrhundert alt, was mich ein wenig schockiert hat. Also schön die Kindheitserinnerungen aus dem Gedächtnis kramen, herbstliche Deko basteln und Seifenblasen vom Balkon pusten!

Tatsächlich ist die Idee mit dem Kartoffeldruck noch aus dem Kindergarten und wenn man die Idee sogar mit Kindern basteln kann, muss sie ja einfach und toll sein! Früher haben wir olle Stoffbeutel damit bestempelt, die wir danach eine Ewigkeit mit uns herumgetragen haben. Heute stempeln wir damit lieber Tischkarten und Geburtstagskarten.


Da ich nicht gerade talentiert darin bin, filigrane Muster in Kartoffeln zu schnitzen, um so besonders hübsche Stempel zu basteln, habe ich mich eines einfachen Tricks bedient. Ich habe die Kartoffeln halbiert und mit einem Keksausstecher die gewünschten Motive hinein gedrückt. Den Keksausstecher einfach drin lassen und mit einem Messer vorsichtig außen entlang fahren, sodass das Motiv erhalten bleibt und der Rand abgeschnitten wird. So ist Kartoffeldruck wirklich super einfach und schnell gemacht!

Das Etikett habe ich per Hand ausgeschnitten –  das Motiv war jetzt aber auch nicht so besonders schwer! Mit einem solchen Etikett lassen sich besonders gut Einladungskarten oder Geburtstagskarten bestempeln. Ich habe beispielsweise einfach meinen Geburtstag auf das Etikett geschrieben und so eine Geburtstagskarte gebastelt. Man könnte es natürlich auch mit „Einladung“ oder „Menü“ oder eurem Namen beschriften.


Mit einem anderen Motiv habe ich dann Tischkarten gestempelt, die für meine herbstliche Tischdeko eingesetzt wurden. Vielleicht wäre ein Apfel, ein Kürbis oder ein Blatt als Motiv noch etwas herbstlicher gewesen. Ich muss aber zugeben, dass mir solche Keksausstecher fehlen und ich euch nicht erläutern wollte, dass ein unordentlich geschnitzter Kreis in meiner Phantasie einen Kürbis darstellt. Klee und Schmetterlinge sind also ab heute die ultimatien Herbstmotive!

So ihr Lieben, genug gebastelt für heute! Ich werde mir jetzt den Bauch mit Raclette vollschlagen. Wenn ich aus Schweden zurück bin, wird es für euch bestimmt tolle Tipps zu Malmö und Kopenhagen geben! Ich freue mich auf euch,

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5 comments

  1. Ariane says:

    Kartoffeldruck ist echt super – ich hab damit als Kind mal eine Tischdecke bedruckt, zusammen mit Mama 😉 In herbstlichen Farben und mit Motiven wie Blättern, Pilzen etc. Deine Ergebnisse gefallen mir richtig gut, vor allem der Geschenkanhänger.

  2. madebymareike says:

    Oh Ja! Der gute alte Kartoffeldruck! Irgendwo bei meinen Eltern auf dem Dachboden müsste noch eine Schürze und Unmengen von Tischdecken damit liegen. Ich glaube, dass ich demnächst auch mal eine „Kartoffelkarte“ versuche. Vielen Dank für die Inspiration :-)

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