10 Fakten über Schweden – 10 facts about sweden + Insidertipp

Ihr Lieben,

ich weiß, mein Versprechen, euch meine Eindrücke aus Schweden zu zeigen, liegt mit diesem Post hier schon einige Zeit zurück. Ich könnte euch jetzt eine wunderbare Ausrede vorbringen – beispielsweise, dass ich das Wochenende bei meinen Eltern verbracht und da schon fleißig für euer nächstes DIY gebastelt habe. Aber ich weiß schon, das zählt nicht. Deshalb nun ohne viele Worte drum herum: 10 Fakten über Schweden – mit einem Augenzwinkern und einem Insidertipp! 

1. Die Schweden sind naturverbunden.
Die Schweden lieben es, zu wandern – na gut, sie haben ja auch wirklich genügend Natur vor der Haustür. Die Städte sind in der Regel eher klein, die meisten Häuser nicht besonders hoch gebaut und irgendein Nationalpark ist immer in der Gegend, in dem man ausgiebig wandern kann. Sie achten außerdem sehr auf den Verbrauch und die Verarbeitung von Rohstoffen (man könnte jetzt sagen, sie sind regelrechte Ökos), nehmen statt der Plastiktüte tatsächlich lieber den Jutebeutel zum Einkauf mit und trennen ihren Müll, als wäre es eine Passion. Dazu gehört auch, Verpackungen von Joghurt und Co auszuwaschen – für mich als Berliner schon etwas merkwürdig.

2. Schweden ist unglaublich kinderfreundlich.
Was wir in Deutschland bei IKEA außergewöhnlich finden, ist in Schweden wirklich Normalität. Alle 500m gibt es einen Spielplatz, auf jeder Toilette gibt es einen Wickelplatz und in vielen Läden gibt es kleine Spielecken, damit die Kleinen sich nicht langweilen. Führt natürlich auch dazu, dass Mami in Ruhe und deshalb viel mehr shoppen kann.

3. In Schweden gibt es Fika. Jeden Tag. Oft mehrmals!
„Fika“ ist frei übersetzt eine Kuchenzeit, bei der sich Freunde, Bekannte oder Kollegen zusammensetzen und bei Tee, Kaffee und Kuchen miteinander quatschen und Pause machen. Die Schweden machen gerne Pause – und so ist es nicht ungewöhnlich, dass an einem Arbeitstag auch zwei mal im Betrieb Fika gemacht wird. Das ist eine Eigenart, die ich sofort übernehmen und hier einführen würde!! Denn die Schweden, die wissen auch, wie man backt…

4. Die Schweden sind wahre Süßschnäbel.
Als meine Eltern mir vor der Fahrt erzählten, in Schweden wäre alles süß, habe ich sie um ehrlich zu sein nicht so richtig ernst genommen. Schon an meinem ersten Tag kam aber die Ernüchterung: Im Supermarkt gibt es neben langen Gängen für normalen Süßkram und Keksen noch eigene Gänge für Kuchen, Gebäck und Lakritze (baah!). Außerdem gibt es in JEDEM Markt einen eigenen Ganz für lose Süßigkeiten, in denen man sich also mit Papiertüte bewaffnet, seine Süßigkeiten selbst zusammenstellen kann. Zimtschnecken gibt es sowieso in jedem Zeitungsladen.

5. Die Schweden machen viel Sport.
Wer sich nach Punkt 3 und 4 fragt, wieso Schweden bislang nicht wegen der adipösen Gesellschaft in den Nachrichten war, der weiß jetzt den Grund: Die Schweden machen Sport. Viel Sport! Sie fahren sehr viel mit dem Rad oder wandern (Grund: Punkt 1!) und sie gehen laufen oder ins Fitnessstudio. Was bei uns für höchstes gesellschaftliches Ansehen sorgt („Wow, du warst diese Woche 3 x beim Sport? Du bist ja diszipliniert!“) ist in Schweden völlig normal. Wer sich jetzt insgeheim fragt, ob in Schweden wirklich so viele hübsche, schlanke Frauen rumlaufen: Ja, es ist wahr! Sie sind aber nicht alle blond 😉

6. In Schweden gibt es Nahrungsmittel grundsätzlich in Übergrößen.
Zuerst war ich etwas perplex, als ich den Käse in 1-5 kg Stücken im Kühlregal gestapelt und den Schinken in großen Stücken abgepackt sah. Wenn man aber 1 + 1 zusammenzählt, wird schnell klar, wieso das so ist. Kleiner Tipp: Man beachte Punkt 2. Naa..warum sind die Schweden wohl so kinderfreundlich? Weil es viele Kinder gibt und demzufolge große Familien, die mit 100g Käse halt nicht sonderlich weit kommen. Keine Angst: Für die Singles (und Studenten!) gibt es auch 100g abgepackten Käse. Dafür zahlt man dann halt nur deutlich mehr…


7. In Schweden ist es teuer!
Tja, so ist es leider. Im Gegensatz zu Deutschland ist Schweden wirklich teuer, was mich aber nicht davon abgehalten hat, die unzähligen Dekoläden zu plündern, die es dort gibt – siehe hier. Besonders auffällig sind die hohen Preise bei Lebensmitteln. Kleiner Tipp: Kurz mal rüber nach Dänemark und von den noch höheren Preisen schocken lassen. Dann kann man auch ganz entspannt in Schweden einkaufen!

8. Elche gibt es nur in Nordschweden und im Nationalpark.
Wer gehofft hat, in Malmö und Umgebung in jedem Wald einen Elch streicheln zu können, den muss ich enttäuschen: Elche gibt es nur in Nordschweden. Die typischen dreieckigen Straßenschilder deshalb übrigens auch. Oder beim Möbelschweden in Deutschland – erst letzte Woche entdeckt!

9. In Schweden spricht fast jeder englisch.
Was in Deutschland manchen Tourist an seine sozialen Grenzen bringt (Im Restaurant: „Do you want become a burger??“ / Im Krankenhaus: „Make your body free…“ / Im Streit: „Let the church in the village!“ und die Erklärung dazu:“my english is not the yellow from the egg!“) sprechen in Schweden wirklich fast alle sehr gut englisch. Als ich an der Ampel stand und die ältere Dame neben mir und fragend ansah, nachdem diese mich auf schwedisch vollgetextet hat, wechselte sie sofort ins Englische (und versuchte mich davon zu überzeugen, dass ich mit ihr zusammen über die rote Ampel gehen soll – sie wollte nicht alleine so kriminell sein, hätte ja aber auch nicht mehr alle Zeit der Welt. Wirklich so passiert!).

10. Die Schweden stehen auf Second Hand Shops.
Die oben beschriebene Dame fragte mich – nachdem wir gemeinsam über grün (!) gegangen sind – woher ich käme und ob ich in meinem Urlaub denn schon etwas typisch schwedisches getan hätte. Fika, Zimtschnecken, ein Besuch in Malmö…nein, das zählte alles nicht! Typisch schwädisch sei das Einkaufen im Second Hand Shop! Und so schleppte sie mich die Straße runter zu einem wirklich tollen, sehr versteckten Second Hand Laden auf einem Hinterhof, in dem ich fleißig für den Blog einkaufte (ich habe ihn euch hier auf Instagram gezeigt). In diesem Shops gibt es nämlich im Gegensatz zu den meisten deutschen Second Hand Läden nicht nur Kleidung, sondern einfach alles – von Möbeln, über Handtücher, Kinderspielzeug, Bücher und Instrumente! Ich vermute, der Grund versteckt sich hinter Punkt 1 und 7.

Und wer von euch jetzt – wie ich – völlig verliebt in dieses schöne Land ist, für den habe ich noch einen tollen Insidertipp, wenn ihr nach Südschweden (Malmö und Umgebung) fahrt. Hinter Malmö – gut mit dem Bus erreichbar – liegt Bjärred. Dieser kleine Ort direkt am Strand ist eigentlich ziemlich ruhig und beherbergt überwiegend Einfamilienhäuser von denen, die es sich leisten können. Direkt vom Strand geht aber ein 500 Meter langer Badesteg (Långa Bryggan) in’s Meer, an derem Ende ein Badehaus steht. In diesem Badehaus in Bjärred gibt es eine Sauna und ein wundervolles Restaurant mit Blick nach Malmö, auf die Öresundbrücke und nach Dänemark. Wir hatten noch dazu einen tollen Sonnenuntergang über dem Meer – nur zu empfehlen!

Wie sieht es bei euch aus? Ward ihr schon einmal in Schweden und habt vielleicht auch noch tolle Tipps? Da meine beste Freundin jetzt noch eine Weile in Schweden ist, war es sicher nicht mein letzter Besuch – also immer her mit euren Tipps! Einen schönen (laaangen!) Sonntag euch,

 

2 comments

  1. les belles choses says:

    Oh, wie wunderschön und interessant! Schweden steht ganz weit oben auf der Liste meiner Wunschziele.

    Wir haben bereits in Dänemark Urlaub gemacht, also können die Preise nicht mehr schocken 😉

    Lg, Angelika

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