Knoblauch und Kürbis im Mystic Light – ein herbstliches Rezept

Ihr Lieben,

puh, was war das für ein Wochenende? Nachdem ich hier schon den Herbst eingetütet hatte und auf Pullis und Stiefel umgestiegen bin, wurden es am Wochenende bis zu 28°C – und ich lag mit Sonnenbrille und Lernsachen auf dem Balkon in der Sonne. So war das ja nicht geplant! Zum Glück hat das nächtliche Gewitter uns wieder ein wenig abgekühlt, sodass der heutige Post zumindest so einigermaßen zum Wetter passt.

In der letzten Woche war ich so unglaublich in Herbststimmung, dass ich mich im Supermarkt direkt auf den ersten Kürbis des Jahres stürzte und ihn gemeinsam mit Knoblauch, Pflaumen, Feigen und Birnen nach Hause trug – der schönen Optik und der Herbstfarben wegen! Damit die Schätze nun nicht schlecht werden, wollte ich ein leckeres Rezept mit Kürbis ausprobieren. Und damit das Ganze auch ja so richtig übertrieben herbstlich wird, wollte ich fototechnisch einfach mal etwas anderes ausprobieren. Wer mir auf Facebook folgt, hat ja hier bereits eine Vorschau gesehen: Weg von dem typischen weiß und hin zum Thema Mystic Light – Hello, dunkle Jahreszeit!

Das Thema Mystic Light ist jetzt eigentlich nichts Neues – dunkler Untergrund, dunkler Hintergrund, einseitiges Licht, gegebenenfalls noch einen Filter und ein bisschen Bearbeitung, fertig ist der Effekt. Man kann den Spaß natürlich noch mit einem rauchigen Filter etwas spooky machen – ich wollte es dann aber auch nicht übertreiben.

Ich finde, auf dunklem Hintergrund kommen die herbstlichen Farben von Kürbis, Knoblauch und Co noch viel besser zur Geltung. Wenn wir diesen Effekt nun dieses Jahr also als Mystic Light und somit neuen Fotografietrend betiteln – nun gut!

Was zum Herbst gehört wie der Schnee zum Winter sind natürlich Kürbisse! Egal ob Kürbissuppe, Kürbispüree, Kürbiskuchen oder Kürbis in anderer Form – er ist einfach DER Inbegriff für den Herbst! Besonders gerne mag ich Hokkaido (Hokkaidokürbis), weil er so einfach zuzubereiten ist und unglaublich wandelbar ist! Man kann ihn in Kürbissuppe verarbeiten oder so wie ich heute im Ofen backen – der Hokkaido ist ein Allrounder der Extraklasse!


Bevor ich euch das Rezept für dieses Ofengericht mit Kürbis verrate, muss ich euch noch eine kurze Anekdote aus dem Alltag erzählen.

Vom Zusammenleben mit kulinarischen Banausen Teil 1:
Als ich gerade die Fotos fertig hatte, schrieb ich meiner Freundin, um sie nach ihrer Meinung zu fragen – schließlich ist der Stil ja doch etwas anders, als ihr es sonst gewohnt seid. Der Verlauf war ungefähr so:

Ich: Schau maaal, ich habe heute mal ein wenig experimentiert! Wie findest du die Fotos?? (schickte ihr die Bilder)
Sie: Ohaaaa die sind vooooll schön!! *.*
Sie: Aber… was haben Kartoffeln mit GRÜNKRAUT und Mehl zu tun? Oo
Sie: Und was tut diese ZWIEBEL auf der ehm orangenen FRUCHT, dessen Name mit gerade nicht einfällt?

Darauf folgten unzählige „HAHAHAHAHAHAH“ von beiden Seiten. Wir wissen jetzt auch, wieso sie nicht im Gemüseladen arbeitet. Wäre nicht so ganz ihr Ding…



Vom Zusammenleben mit kulinarischen Banausen Teil 2:


Nachdem mein Liebster und ich gemeinsam den Kürbis vorbereitet und mariniert, sowie den dazugehörigen Quark angerührt hatten, musste unser Kürbis eine Weile im Ofen garen. Dabei verströhmte er einen wunderbaren Duft, der die ganze Wohnung erfüllte. 
Als wir ihn endlich aus den Ofen holen konnten, den Tisch gedeckt hatten und zu essen beginnen wollten, schwärmte mein Liebster: Woow, das sieht wirklich sehr lecker aus! Und dieser Duft – mmmh – gibt’s dazu auch KETCHUP??

Was soll ich dazu noch sagen!


So, nun aber zu dem Rezept! Es ist wie immer ganz einfach und wirklich super lecker und schnell gemacht – so hat es der Hokkaido gern!

Rezept für Hokkaido (Kürbis) im Ofen mit Petersiliencreme

Ihr braucht für 2-3 gute Esser: 1 mittleren Hokkaido, ein paar Kartoffeln, eine Chili, 2 Knoblauchzehen, Olivenöl, Salz, Pfeffer, 1 kleines Bund Petersilie, 250g Quark, 200g Joghurt

Zuerst die Kartoffeln waschen und je nach Größe halbieren oder vierteln. Danach den Kürbis in dicke (ca. 2cm)  Streifen schneiden und die Kerne entfernen.

Danach macht ihr die Marinade: Dazu einen guten Schluck Olivenöl in ein Glas geben. Die Chili entkernen (die ganz Harten lassen die Kerne drin! HA! Autsch!) und in dünne Streifen schneiden. ca. 2/3 der Chili gebt ihr zu dem Olivenöl. Salz und Pfeffer nach Belieben dazu. Nun gebt ihr eine Knoblauchzehe in die Knoblauchpresse (oder ganz fein schneiden!) und gebt auch diese dazu. Gebt die Kartoffeln und den Hokkaido in eine große Schüssel, gießt die Marinade darüber und vermischt alles gut mit den Händen.

Die Kartoffeln und den Kürbis verteilt ihr nun großzügig auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech. Ab in den Ofen bei 180° und zwischendurch wenden.

Für den Petersilienquark vermengt ihr den Quark mit dem Joghurt und schmeckt diesen mit Salz und Pfeffer ab. Den Rest der Chili dazu geben und eine zerdrückte Knoblauchzehe. Nun die Petersilie schön fein hacken und unter die Quarkcreme geben.

Nach ca. 20 – 30 Minuten die Kartoffeln und den Kürbis aus dem Ofen nehmen und mit der Petersiliencreme anrichten. Ohne Ketchup genießen!


Habt ihr auch solche kulinarischen Banausen in eurem Umfeld? Oder gehört ihr vielleicht selbst zu denen, die grundsätzlich alles mit Ketchup essen? Es soll ja viele Personen dieser speziellen Sorte geben…

Nachdem ich jetzt diesen Post geschrieben habe, bin ich direkt wieder in Herbststimmung verfallen. Ich glaube, ich muss diese Woche mal einen Flammkuchen backen und dazu einen Federweißer besorgen! Das gehört bei mir nämlich auch auf die ewige Herbstliste!
Was gehört für euch im Herbst ganz unbedingt dazu? Seid ihr auch so verrückt nach Kürbis oder verschmäht ihr diese „orangene Frucht“ eher?

Ich freue mich auf eure Anregungen,

6 comments

  1. MestraYllana says:

    Kürbis! In jeglicher Form! =)
    Ich habe mir vor zwei oder drei Jahren vorgenommen, jedes Jahr eine andere Kürbisvariation zu zaubern (zusätzlich zu den Klassikern wie Suppe und Co. …) – gestern haben wir ein Risotto mit Kürbis gezaubert, da möchte ich auch noch das Rezept zeigen.
    Aber meine Fotos werden nicht einmal ansatzweise so schön wie deine, ich habs ja schon oft versucht, aber mir fehlt da das Gespür (und die Geduld) dazu! Und ich muss ja auch nicht alles können – dafür bestaune ich eben so geniale Fotos wie die Deinen! =P

    • Michelle Allez-Vite says:

      Oh wie süß von dir!! Na ich bin ja auch kein Profi in der Fotografie – es macht mir nur unglaublich viel Spaß und ich arrangiere so gerne hübsche Dinge 😀 Danke für das Lob :-)) Risotto mit Kürbis kann ich mir auch sehr gut vorstellen – könnte ich auch mal essen :-) Muss ich wohl mal bei dir vorbei gucken, was?
      Viele liebe Grüße,
      Michelle

    • Michelle Allez-Vite says:

      Jaa das kenne ich! Ich habe Kürbis als Kind und Jugendlicher auch nicht gerne gegessen und kenne viele, die ihn nicht mögen. Die meisten, weil sie ihn nie probiert haben… oder nur mit Ketchup ;-D Aber egal, so bleibt mehr für uns , oder? 😉

      Liebe Grüße!!

  2. Kai says:

    Wow, ist echt schon wieder Kürbiszeit? Bin doch erst seit zwei Tagen wieder aus meinem Sommerurlaub zurück – und schon ist Herbst. Wahnsinn. Aber keine schlechte Anregung. Lass die Temperaturen noch um vier bis fünf Grad fallen, und dann blubbert auch bei mit der Hokkaido wieder auf dem Herd – als Süppchen mit frischem Ingwer.
    Viele Grüße!
    Kai

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