Ein leckeres Dessert mit Pflaumen – und was eure Einkaufsticks über euch verraten!

Ihr Lieben,

als ich letzte Woche einkaufen war, habe ich etwas entdeckt, das ich schon immer mal ausprobieren wollte: Weichweizengrieß! Klingt sehr unsexy, ist aber die Basis für eine Vielzahl von Desserts und Süßspeisen. Und da ich ja so ein Süßschnabel bin, landete der Grieß in meinem Einkaufskorb! 

Zuhause angekommen stellte ich dann fest, dass die Pflaumen, die ich ein paar Tage zuvor besorgt hatte, auch schon bessere Zeiten erlebt hatten und nun schnell verbraucht werden sollten. Ich kostete eine Pflaume und war sofort von der Süße und dem Geschmack überzeugt. Besonders hübsch waren sie aber nicht mehr – leider absolut nicht fototauglich! Also wollte ich ein Dessert mit Pflaumen machen, in dem man die Pflaumen nicht direkt sieht. Die Idee der Pflaumensoße war geboren und der zuvor erstandene Grieß inspirierte mich dann zu einem leckeren Grießpudding. Okay, ich gebe zu, vorallem die Puddingförmchen, die ich in einem lange zurückliegenden Shoppingeifer ergattert hatte und die seitdem schmollend im Schrank lagen, haben auch einen kleinen Teil dazu beigetragen!

Beim Einkaufen habe ich wieder einmal festgestellt, dass es vier Typen von Einkäufern gibt. Die (Ver-)Planer, die Marketingopfer, die Gewohnheitstiere und die Spontanen.

Die (Ver-)Planer (häufig Männer, Mitte 30, junge Väter, die von ihren Frauen geschickt wurden) laufen wie programmiert durch den Einkaufsladen, eine Liste in der Hand, auf der sie penibel alle Lebensmittel abarbeiten, bis sich die komplette Liste im Einkaufswagen befindet. Ist eines der gewünschten Produkte nicht vorrätig, so wird der (Ver-)Planer unruhig, sucht nach einem geeigneten Ersatz und ruft im Zweifelsfall lieber die Frau an – man will ja keine Fehler machen!

Die Marketingopfer scannen mit geübten Blick den gesamten Laden nach Neuheiten. Auch hübsche Verpackungen (der Inhalt ist erstmal zweitrangig!), Preisreduzierungen oder ein ansprechendes Design lassen die Herzen der Marketingopfer höher schlagen. Marketingopfer kennen die Produktauswahl sehr genau und finden Neuheiten sofort – da ich mich manchmal selbst dabei ertappe, ist der Name übrigens keineswegs verachtend gemeint.

Die Gewohnheitstiere kaufen in der Regel immer die gleichen Produkte. Daher wissen sie auch immer ganz genau, was sie brauchen – ein Blick in den Kühlschrank zeigt, welche Produkte das Gewohnheitstier vermisst. Diese (und genau diese!!) werden beim nächsten Einkauf nachgekauft. Für Neuheiten ist das Gewohnheitstier nicht zu begeistern – wurde es von einem Produkt einmal überzeugt, dann bleibt es diesem treu. Es ist sozusagen der Schwan unter den Einkaufstypen.

Und dann war da ja noch der Spontane…


Der Spontane hat vor dem Einkauf eine genaue Vorstellung von dem, was er benötigt. Er geht sie Einkaufsliste (die er Zuhause vergessen hat!) im Kopf bereits auf dem Weg zum Einkaufsladen durch, um nichts zu vergessen. Er weiß sogar, wofür er die Dinge benötigt, die er besorgen will. Dann betritt er den Einkaufsladen – bsssst – und die Liste ist gelöscht! Völlig planlos tingelt der Spontane jetzt von Gang zu Gang, lässt sich von dem inspirieren, was er sieht und fällt dann und wann einer schönen Verpackung zum Opfer! Der Spontane kauft Weichweizengrieß, weil es so schön günstig ist und er noch nie mit Weichweizengrieß gekocht hat. Der Spontane kauft kiloweise Pflaumen, weil sie so hübsch aussehen und bestimmt gesund sind! Er verlässt den Laden mit vielen tollen Dingen, die allesamt nicht auf der Einkaufsliste standen und muss Zuhause improvisieren, um dem Liebsten die Vorzüge von Weichweizengrieß gegenüber Brot und Belag zu erläutern. Der Spontane ist in Wahrheit weiblich…

Ihr könnt ja jetzt mal raten, zu welchem dieser Einkaufstypen ich gehöre. Habt ihr euch vielleicht auch selbst erkannt? Ich persönlich sehe diese Typen immer wieder und muss jetzt, wo diese Typen einen Namen haben, immer ein wenig schmunzeln. Ihr wisst jetzt also, wie und warum ich zu den Zutaten für das folgende Dessert mit Pflaumensoße kam! Dann kann es ja jetzt losgehen.

Rezept für Grießpudding mit Pflaumensoße – ein Herbstrezept!
Ihr braucht:  125g Weichweizengrieß (wir haben uns so langsam an das Wort gewöhnt, ne?), 3 Eier, 400ml Milch, 100ml Sahne, 20g Butter, 1 Pck. Vanillezucker, 50g Zucker, 1 Prise Salz
Für die Pflaumensoße: 300g Pflaumen, 20g Zucker, 1TL Zimt, etwas Wasser

So geht’s: Den Backofen auf 200°C vorheizen. Die Milch und die Butter zusammen in einen Topf geben und aufkochen. Den Vanillezucker dazu geben und die Flüssigkeit vom Herd nehmen. Dann den Grieß einrieseln lassen, rühren und ca. 5 Minuten ziehen lassen (nicht wundern, wird recht fest!). So, das war einfach!

Eier trennen und das Eigelb zu der Grießmasse geben. Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen und unter die Grießmasse ziehen.

Jetzt wird es kurios: Ein tiefes Backblech zu 3/4 mit Wasser füllen und die Förmchen (verwendet Silikon, mit Papierförmchen wird das nichts!) mit der Grießmasse füllen. Förmchen mit Alufolie bedecken und in das Wasserbad stellen. Im Ofen ca. 60 Minuten backen.

10 Minuten vor Schluss könnt ihr die Süße zubereiten – das geht ganz schnell! Pflaumen mit dem Zucker und dem Zimt in ein geeignetes Gefäß füllen und mit dem Pürierstab vermengen, bis es schön dickflüssig ist. Die Konsistenz mit Wasser anpassen – fertig!

 

Ich muss ja ehrlich zugeben, die Pflaumen und der Grießpudding haben mich total begeistert! Selbst mein Liebster, der am Anfang etwas skeptisch war („Oh lecker, ist das Kuchen?? Kein Kuchen?? Wie, GRIEßPUDDING? Aber sowas esse ich doch gar nicht!!“) schlawinerte sich einen Pudding nach dem anderen aus dem Kühlschrank. Die Feuerprobe hat der Grießpudding also schon bestanden und die Pflaumensoße passt auch wunderbar zu Milchreis, Eierkuchen oder anderen süßen Speisen!

Was habt ihr für leckere Rezepte für einfache Desserts? Ich habe ja im Herbst plötzlich wieder das Verlangen nach Zimt, weshalb ich anfange, alle Desserts mit Zimt zu würzen. Mag mein Liebster nicht so gerne. Bleibt mehr für mich! HA!

Genießt die schöne Spätsommersonne,

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