Zeitmanagement und Stressmanagement – Weg mit dem Druck!

Ihr Lieben,

ihr merkt, der aktuelle „Uniwahnsinn“ inspiriert mich zu ganz neuen Themen. Heute gibt es mal kein DIY und auch das Thema Food wird nur angekratzt. Heute geht es um mich, um euch, um dich!

In einer Umfrage der Techniker Krankenkasse aus dem letzten Jahr gab jeder 2. Befragte an, hohem Stress ausgesetzt zu sein! Eine Modeerscheinung oder ein Grund, alarmiert zu sein? Sicher beides, denn der Begriff Stress ist heutzutage Synonym für so viele Situationen: Liebeskummer? Stress! Geldprobleme? Stress! Zeitdruck? STRESS! Vermutlich wird der Begriff deshalb oft auch unpassend verwendet aber Stress ist eine Empfindung, sodass sich nicht pauschal sagen lässt, welche Situation nun wirklich stresst und welche nicht.

Jeder Mensch empfindet Stress unterschiedlich. Während die einen schon bei Kleinigkeiten völlig aus dem Konzept geraten, ist Stress für andere ein absoluter Leistungsmotivator. Was sich aber allgemein sagen lässt: Es gibt „guten“ (Eustress) und „schlechten“ (Distress) Stress, wobei wir letzteren zu vermeiden versuchen. Dafür habe ich heute einige Methoden für euch, die mir immer gut helfen. Und so ganz nebenbei noch eine kleine Idee für ganz schnelle „Fake“ Macarons – ein bisschen Food muss sein!




Zuerst: Für mich geht Stressmanagement immer Hand in Hand mit Zeitmanagement. Häufig entsteht Stress aus Zeitdruck – man hat Angst, etwas nicht mehr zu schaffen und bekommt Panik, kann nicht mehr schlafen und sich deshalb nicht mehr konzentrieren. Ohne Konzentration könnt ihr nichts schaffen – weder die Einschulungsvorbereitungen, noch das lernen für die nächste Klausur! Also lasst es gar nicht erst so weit kommen!

1. Macht euch einen Plan!
Wenn bei mir die Klausurenzeit näher rückt, schnappe ich mir grundsätzlich meinen Kalender (japp, ganz old school per Hand!) und trage schon einmal grob ein, welche Themen ich wann bearbeiten will. Dabei setze ich mir Zwischenziele – so behalte ich den Blick für das Wesentliche und motiviere mich selbst. Mit einem Plan behaltet ihr den Überblick und habt nicht plötzlich das Gefühl, etwas vergessen zu haben oder am Ziel vorbei zu arbeiten. Klappt ebenso bei der Organisation von Veranstaltungen, Reisevorbereitungen, Umzugsplanung…

2. Plant Pufferzeiten ein und setzt euch realistische Ziele!
Das beste Zeitmanagement nützt euch nichts, wenn ihr aus irgendwelchen Gründen in Verzug kommt und keine Pufferzeiten eingeplant habt. Zeitmanagement soll euch den Stress nehmen und nicht noch mehr Stress durch zu hohe -unrealistische- Ziele („Ich muss heute mindestens 40 Seiten bearbeiten!“) und damit verbundenen Zeitverzug („Jetzt habe ich heute nur 20 Seiten geschafft – morgen muss ich dafür 60 Seiten schaffen!“) verursachen. Plant also realistisch und wenn ihr dann an einem Tag mehr schafft – umso besser!

3. Fangt frühzeitig an!
Ich weiß, das ist für viele ein ganz großes Problem! Nicht umsonst gibt es Begriffe wie „Aufschieberitis“ und „Auf-den-letzten-Drücker-Macher“ aber glaubt mir, frühzeitig anzufangen macht alles viel entspannter. Fangt immer mit leichten Aufgaben an, um die Motivation und die Lust nicht gleich am Anfang durch Überforderung („Oh man, das werde ich nie schaffen / können /verstehen…!“) zu nehmen. Ich lese mich beispielsweise ca. 3 Monate vor den Klausuren in die Themen ein – ganz entspannt mit einer Tasse Tee auf dem Balkon oder in der Badewanne! Why not?

4. Wenn es hart auf hart kommt: Zelebriert eure Pausen!
Klingt zuerst etwas paradox: Wenn ich stundenlang am Schreibtisch saß und nur noch wenig Zeit habe, um den ganzen Stoff in den Kopf zu kriegen, mache ich eine Pause! Und zwar nicht mal schnell 10 Minuten, sondern so richtig! Ich mache mir ein leckeres Getränk, gehe in ein anderes Zimmer und genieße den Moment. Ich mache es mir so richtig schön oder gehe eine Runde im Park spazieren – Hauptsache ihr kommt auf andere Gedanken. Danach seid ihr wieder viel aufnahmefähiger und könnt produktiver arbeiten!


Neben einem guten Zeitmanagement gehören für mich aber noch ein paar andere Dinge zum Stressmanagement dazu. Manchmal gibt es ja gar keinen so speziellen Grund, der als Auslöser für den Stress benannt werden kann. manchmal läuft einfach alles schief und der ganze Tag stresst uns. Oder wir setzen uns selbst zu sehr unter Druck, wollen alles perfekt machen und haben ganz einfach Angst, zu versagen. Und dann?

Wenn es keinen speziellen Grund gibt, hilft etwas, das ich wie eine Art Mantra ständig zu allen meinen Mitmenschen sage. Freunde und Familie, Kollegen und Bekannte – sie alle müssen sich diese zwei Worte von mir ständig anhören: 

Redet miteinander!
Ihr glaubt ja gar nicht, wie viele Probleme überhaupt erst entstehen, weil Menschen nicht miteinander reden! Du willst etwas? Frage danach! Dich stört etwas? Sage es! Kein Mensch kann in deinen Kopf gucken und dieses „Durch die Blume“ sprechen – was manche Menschen ja unglaublich drauf haben – führt nur zu Missverständnissen und Frust. Das stresst! Und zwar nicht nur euch, weil ihr euch unverstanden fühlt, sondern auch eure Mitmenschen, die gar nicht die Chance bekommen euch zu verstehen! Deshalb gewöhnt euch unbedingt an, Dinge die euch beschäftigen auch anzusprechen! Ich habe noch nie erlebt, dass mich die Kommunikation nicht weitergebracht hat! Höflichkeit und Respekt dabei nicht vergessen – in möglichst jeder Situation!

Fragt nach Hilfe!
Du musst es nicht alleine schaffen! Niemals! Oft reden wir uns ein, dass wir etwas nur alleine schaffen können – weil wir zu stolz oder zu ängstlich sind, um einfach nach Hilfe zu fragen! Natürlich können euch eure Mitmenschen nicht alles abnehmen. Manchmal hilft aber auch ein gutes Gespräch oder eine anregende Diskussion. Baut euch nicht mehr Druck auf, als nötig! Und damit kommen wir direkt zu…

Ihr müsst nicht perfekt sein!
Fragt euch in Stresssituationen immer: Müssen es unbedingt 100% sein? Muss es zur Geburtstagsfeier des Schwagers der perfekte Geburtstagskuchen sein? Muss ich die perfekte Einschulungsfeier ausrichten? Muss ich unbedingt eine 1,0 in der Klausur schreiben? Muss ich in diesem Sommerurlaub Größe 36 tragen? MUSS ICH?
Häufig ist die Antwort: Nein, müsst ihr nicht! Und diese Einsicht ist pures Stressmanagement! Überlegt euch, was passiert, wenn ihr dieses Mal nicht 100% Leistung bringt, sondern vielleicht nur 90%. Geht davon die Welt unter? Vermutlich nicht!

Versteht mich nicht falsch: Ich bin auch ein Mensch, der gerne Leistung bringt und sich auf einen Haufen Arbeit noch ein paar Ansprüche und hochgesteckte Ziele drapiert. Aber macht euch damit nicht verrückt. Traut euch ruhig, hohe Ziele zu haben – aber verurteilt euch nicht, wenn ihr davon nur 90% erreicht. Das ist völlig okay!


So und um jetzt diese Einstellung der 90% direkt zu unterstreichen, kommt jetzt der 180°-Schwenk zu ganz schnellen „Fake“ Macarons. Man nehme: Amarettini (diese kleinen Kekse) und dickflüssige Caramellsoße, streiche die Soße auf einzelne Amarettini und setze einen zweiten oben drauf. Schmeckt lecker, sieht niedlich aus und reicht allemal, um den Familienbesuch zu verköstigen. Wem das jetzt zu einfach ist, der findet ein tolles (und einfaches, wenn auch aufwendiges!) Rezept für Macarons auch hier .

Habt ihr noch gute Tipps zu den Themen Zeitmanagement und Stressmanagement? Dann teilt sie doch gerne hier! Ich freue mich auf eure Ideen,

5 comments

  1. Ursel Rabenfrau says:

    Planung ist das A und O, denke ich auch. Und sich Hilfe holen finde ich ebenfalls gut (wenn frau nicht bloß immer denken würde sie und nur sie allein könne irgendwas machen *seufz*).
    Dankeschön für die Idee zu den Fake-Macarons!
    Grüßle
    Ursel

  2. Jutta Marx says:

    Realistisches, rechtzeitiges Planen, Pausen machen, sich belohnen und auf gute, wertschätzende Weise mit den Mitmenschen kommunizieren – so kommt man gut auch durch anspruchsvolle Zeiten. Auch mal fünf gerade sein lassen können ist eine Kunst und wird in vielen Situationen des Lebens hilfreich sein.

    Ich wünsche allen, die diesen gelungenen Blogbeitrag lesen viel Erfolg in allem was sie tun und gute Nerven auch in stressigen Zeiten.

    • Michelle Allez-Vite says:

      Liebe Jutta,

      ja, das hast du toll gesagt (geschrieben 😉 ) Die wertschätzende Kommunikation mit den Mitmenschen sollte man zu jeder Zeit an den Tag legen – das hilft immer weiter. 5 gerade sein lassen zu können, ist durchaus oft eine Herausforderung – man will ja oft doch noch die letzten 20% erreichen.

      Danke für deinen tollen Kommentar!

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