Nie mehr verzettelt – Pinnwand aus Kork selber machen!

Ihr Lieben,

wie ich euch ja hier schon vorgejammert habe, sind bei mir zur Zeit alle Zeichen auf Uni eingestellt. Neben Klausuren und Fallstudien stehen auch eine Forschungskonzeption und die Programmierung einer Webseite (omg!!) auf dem Plan – und ganz hinten aus der Ecke wedelt noch die Masterarbeit wie wild mit den Armen und möchte einen Funken Aufmerksamkeit. Wisst ihr, wozu das führt? Zu Zetteln!! Ganz vielen kleinen quadratischen Zetteln, auf denen unterschiedliche To-Do-Listen stehen – neben dem nächsten Wocheneinkauf und auf der Rückseite von der Telefonnummer irgendeines Handwerkers für unsere Fenster.

Ich habe in den letzten Wochen festgestellt, dass diese Zettelwirtschaft schon fast ein eigenes Ablagesystem ist und mindestens in unserer Familie mehr als verbreitet ist. Meine Mami macht es in Perfektion – bevorzugt am Kühlschrank oder auf der Küchenarbeitsfläche. Und auch meine Schwester hat sich beim letzten Besuch als „Zettelchen-Schreiber“ geoutet – ich könnte daher wetten, unter euch sind auch viele, die das machen!

Damit die kleinen Zettel, Eintrittskarten, Visitenkarten und was noch so auf den Schreibtisch oder am Kühlschrank herumfliegt nicht plötzlich verschwinden oder als hässliche Zettellage den Schreibtisch vollmüllen, habe ich heute ein schickes DIY für euch! Wir basteln unsere eigene Pinnwand – mit goldenen Knopf-Pins! 

Eine normale Korkwand aus dem Baumarkt ist zwar praktisch, aber leider auch ziemlich hässlich und passt deshalb so gar nicht in ein Arbeitszimmer, in dem ihr kreativ und produktiv sein wollt. Auch diese kleinen schwarzen Pins oder Reißzwecken hauen mich jetzt designtechnisch nicht gerade vom Hocker und passen inkl. Korkwand eher in eine Hobby-Autowerkstadt.

Wie vereinen wir also die Funktionalität einer Pinnwand aus Kork mit einem schönen Design? Na klaar, wir machen ein schönes DIY daraus! Und das geht ganz einfach und schnell.

Ihr braucht: Hässliche Pinnwand aus Kork (die billigste aus dem Baumarkt), einen festen, stabilen aber nicht zu dicken Stoff eurer Wahl, vieele Reißzwecken – möglichst einfarbig und passend zum Stoff, Klebeband, Knöpfe und Plastikpins, ein Satinband und Sprühlack in Wunschfarbe

Ihr ahnt es sicher bereits: Wir bespannen die Pinnwand einfach mit einem schönen Stoff, bringen ein paar Satinbänder an, hinter die wir später Karten oder Briefe stecken können und basteln uns dazu ein paar schöne Pins aus Knöpfen.

Und so geht’s: Legt den Stoff über die Korkwand, sodass auf allen Seiten gut 10cm hinausragen. Nun streicht ihr den Stoff schön glatt und beginnt in einer Ecke, den Stoff mit den Reißzwecken an der Korkwand festzupinnen. Streicht den Stoff dabei immer wieder glatt, damit keine Falten entstehen. 

Wenn ihr den Stoff an der Vorderseite gut befestigt habt, könnt ihr den überlappenden Stoffanteil auf der Rückseite festpinnen. Dabei vorsichtig stramm ziehen, sodass ihr auch am Rand keine Falten habt. Zum Schluss schneidet ihr das Satinband auf die Wunschlänge zu und spannt dieses ebenfalls mit Reißzwecken über die Pinwand und befestigt diese auf der Rückseite.

Eure Pinnwand ist damit fertig – jetzt braucht ihr noch schicke Pins!


Um die Pins zu machen, habe ich verschiedene Holzknöpfe genommen, die ich vor einigen Tagen im Sale erstanden habe. Auf den Knöpfen sind ganz unschöne Herzen drauf – macht ja nichts, wir sprühen sie jetzt eh an! Legt dazu die Knöpfe und ein paar Pinnadeln auf eine Folie (ich habe dazu einfach eine große Einkaufstüte untergelegt). Dann schüttelt ihr euren Lack eine Weile und sprüht aus ca. 15 -20cm Entfernung, bis die Einzelteile gut bedeckt sind. Denkt dabei auch an die Ränder!

Das Gleiche macht ihr von der anderen Seite. Wenn alles trocken ist, befestigt ihr die Knöpfe einfach mit der Heißklebepistole oder mit Klebstoff an den Pinnadeln – fertig!


Herrlich – für genau einen Tag war mein Schreibtisch jetzt wunderbar aufgeräumt! Dank Pinnwand liegen nun zumindest keine Zettelchen mehr rum, dafür habe ich meine Ordner ausgebreitet und eine Vielzahl an Büchern verstreut. Diese habe ich jetzt – um diesen Post zu schreiben – alle an die Seiten gestapelt. Irgendwie ist das ja schon Ironie, dass ich hier gerade über Ordnung und organisieren des Schreibtisches schreibe – aber es geht ja um das DIY und die Idee, ne? Und solange die große Tasse Tee noch Platz hat (Ja, die Teesaison geht wieder los. Es wird Herbst, Leute, ich sag’s euch!) ist alles gut.

Habt ihr einen guten Tipp, wie man den Schreibtisch ordentlich hält? Dann immer her damit,


P.S.: Kam mein Liebster letztens nach Hause und brachte mir als Geschenk ein Glas Nutella mit – wisst ihr Bescheid! 

P.P.S: Hat mich gestern ein älterer (wildfremder!!) Herr auf dem Weg von der Arbeit nach Hause angesprochen und mir erläutert, wie sehr er sich darüber freut, dass es jetzt Herbst wird. „Da jibt et imma Wein, Weiber und Jesang!!“ Alles klärchen?

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