Salzteig selber machen – oder warum Kinder die besseren Heimwerker sind!

Ihr Lieben,

es gibt zwei kleine Kinder (Alter: Kindergarten / 1. Klasse), auf die ich schon seit vielen Jahren regelmäßig aufpasse. Da ich sie schon so lange kenne, gehören sie für mich schon fast zur Familie und so ist es nicht verwunderlich, dass wir regelmäßig die neuesten Tipps und Tricks austauschen. Dazu gehören so coole Insider wie der „Bam-Chicke-Wah-Wah-Tanz“ oder der neueste Tratsch über die Klassenkameraden meiner kleinen Maus („Oh, Michi, der Junge da drüben mit der roten Jacke…der ist in meiner Klasse…und der ist soooo doof! Der stört immer den Unterricht und macht Faxen!“ – Anmerkung der Redaktion: Zu meiner Zeit war sowas noch cool und wurde nicht mit Missachtung durch die Mitschüler abgestraft…ich werde alt!).

Jedenfalls habe ich die kleine Große vor einer Weile von der Schule abgeholt und sie erzählte mir ganz begeistert, dass sie heute mit Salzteig gebastelt hat und Salzteig ja soooo einfach geht: „Einfach Salz und Mehl und Wasser zusammenmatschen und fertig!“. Ich erzählte ihr, dass ich ja auch gerne mal wieder was mit Salzteig machen würde und fragte nach dem Rezept. „Das ist doch das Rezept!“, entgegnete sie mir ganz selbstverständlich. An diesem Tag klang Salzteig wie die einfachste Sache der Welt.

Zur Sicherheit suchte ich mir dennoch ein paar Rezepte aus dem Internet (die tatsächlich alle sehr einfach klangen und nah an ihre Beschreibung herankamen) und versuchte mein Glück.

Leider funktionierte das Ganze überhaupt nicht! Der Salzteig war viel zu zäh und feucht, klebte an den Fingern wie verrückt und trieb mich fast in den Wahnsinn. In meiner Verzweiflung kippte ich abwechselnd Mehl und Salz hinzu in der Hoffnung, dass er dadurch zu einem schönen Teig transformiert… Vergesst es!

Murphys Gesetz… wenn du etwas auf die leichte Schulter nimmst und „nur mal schnell Salzteig machen willst“ endet das Unterfangen in einer Explosion deiner Küche. Naja, fast jedenfalls. Denn die Küche war inzwischen komplett eingemehlt und mein Tag – bröckelte nun plötzlich vor sich hin. Zu viel Mehl?? AAAH!!!

Wenn ihr also auf Blogs immer nur schöne, perfekte Bilder von großartigen Projekten sehr, sitzt dahinter entweder ein Freak oder ihr bekommt nur die wirklich am besten gelungenen Projekte zu sehen 😉 Deshalb zeige ich euch heute mein völlig misslungenes Salzteigprojekt, damit ihr nicht denkt, bei mir würde es immer glatt laufen. Und ja, ihr dürft gerne darüber lachen!


Auf diesem Bild sieht es ja so aus, als wäre der Salzteig nun wirklich gut gelungen und würde nur darauf warten, von mir in hübsche Förmchen ausgestochen zu werden. hahaa…weit gefehlt. Denn leider blieb der Teig regelmäßig in den Förmchen kleben, sodass von gefühlt 1.000.000.000. Versuchen nur ein kleines Schild für meinen Balkon und zwei Pflanzenstecker überlebten.

Was lernen wir also daraus?
1. Salzteig ist eine wahre Herausforderung und die kleinen Dinge im Leben bringen einen Blogger manchmal komplett aus der Bahn.
2. Kinder sind scheinbar die besseren Heimwerker – denn nach dem „Ich-kloppe-alles-in-eine-Schüssel-und-fertig-Rezept“ hat bei mir leider gar nichts funktioniert. Da fällt mir ein, dass ich mir unbedingt einmal das Ergebnis meiner Maus ansehen muss…vielleicht hat sie ja auch einen Klops geformt. Dann lernen wir Nr. 3:
3. Manchmal müssen wir einfach mit einem mittelmäßigen Ergebnis zufrieden sein und wenn wir mit anderen darüber lachen können, ist das eh das beste Ergebnis! Ha! Und so kann man seinen misslungenen Salzteig also auch schön reden.

Jetzt, wo ich die Stecker zwischen meinen Pflanzen sehe, finde ich sie sogar eigentlich ganz süß. Ich werde einfach sagen, dass die kleine Maus sie gemacht hat – „Ja, super, oder? In der ersten Klasse machen die sowas! Ist ihr wirklich schon gut gelungen! Und „Petersilie“ ist ja auch so ein schweres Wort!“ – alles eine Frage der Perspektive 😉


4 comments

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