Macarons selber machen – ein Rezept für Macarons + 5 Tipps für’s Gelingen!

Ihr Lieben,

nachdem ich euch ja bereits in meinem Barcelona-Post hier und in meinem Post über das Makrönchen hier beschwafelt habe, wie sehr ich Macarons liebe, war es nun einfach an der Zeit, endlich einmal welche selber zu machen. Lange habe ich mich davor gedrückt, habe oft gelesen, dass die Rezepte schwer umzusetzen sind und die ersten Versuche sowieso misslingen, sodass man statt leckerer Macarons nur eine komische Masse auf dem Backblech hat, die am Ende im Müll landet. 

Ich hatte also ziemlichen Respekt davor, endlich einmal Macarons selber zu machen – doch am Ende überwog die Neugierde und die Lust, es einfach auszuprobieren. Und was soll ich sagen? Es klappte ganz gut:



Ihr seht hier meinen allerersten Versuch, Macarons selber herzustellen – es kann so schwer also gar nicht sein, wenn man ein paar Dinge beachtet. Als erstes braucht ihr das Rezept. Ich habe verschiedene Seiten im Internet durchforstet und bin dann immer wieder auf ein Rezept gestoßen, das mit guten Ergebnissen gelobt wurde. Dieses gebe ich auch an euch weiter. 

Ihr braucht:100g Eiweiß (Raumtemperatur und auf das Gramm genau!), 180 g Puderzucker, 100g gemahlene Mandeln, 1 Prise Salz, 35g feiner Kristallzucker

Für die Ganache: 150 ml Sahne, 200g weiße Schokolade, 1 Prise Salz

Zuerst bereitet ihr alle Zutaten vor. Ihr müsst sie wirklich auf das Gramm genau abwiegen, sonst klappt es möglicherweise nicht. Ich habe mir dazu extra eine digitale Waage gekauft (jaa, diese Opfer bringe ich für euch! Nicht, dass ich sowieso eine digitale Waage kaufen wollte…Quatsch!). Der Puderzucker und die gemahlenen Mandeln müssen gut gesiebt werden, bis keine Stückchen oder Krümel mehr in der Pudermasse sind. Dazu benötigt ihr möglicherweise mehr als 100g Mandeln, da aus der Mandelmasse einige Stückchen rausfallen, die dann natürlich in der Masse fehlen. Ich warne euch vor, Puderzucker im Sieb staubt…ähm…minimal. Meine Küche sah danach aus wie eine Winterwelt.

Danach das Eiweiß mit dem Salz auf mittlerer Stufe schaumig schlagen. nach und nach den Kristallzucker dazu geben und so lange schlagen, bis es steif ist und seine Form behält. Dazu einfach mal die Schüssel auf den Kopf stellen – bleibt der Inhalt drin, ist es super! Wenn der Inhalt nicht drin bleibt…ganz schlecht! Also ein Test mit Risiko nur für die Mutigen unter euch!

Danach hebt ihr mit einem Spachtel die Hälfte der Puderzucker-Mandel-Mischung vorsichtig unter den Eischnee. Dabei so wenig rühren wie möglich und so viel wie nötig, damit der Eischnee möglichst seine Konsistenz behält. Danach die andere Hälfte der Masse unterheben und bei Bedarf einfärben. Bitte verwendet dazu nur Farbpaste, mit flüssiger Farbe wird die Masse zu flüssig und wandert gegebenenfalls in den Müll, statt als Macarons auf das Blech.


Im nächsten Schritt zeichnet ihr euch Kreise auf das Backpapier und dreht es um. Füllt die Macaron-Masse in einen Spritzbeutel (ich habe einfach einen Gefrierbeutel genommen und die Spitze abgeschnitten – geht super!) und malt die Kreise soweit aus, dass an den Rändern noch etwas Platz bleibt. Die Macarons gehen im Ofen etwas auf.

Nun müssen die Macarons ca. 45 Minuten trocknen (ganz wichtig!!), bevor sie für 14-16 Minuten bei 160°C Umluft gebacken werden können. Ich habe einen Gasofen und habe sie bei Stufe 3 gebacken, wobei ich die Ofentür zwischendurch immer wieder öffnete, damit es nicht zu heiß wird von unten. Außerdem habe ich die Backbleche zwischendurch gedreht, damit alles gleichmäßig wird – ihr merkt, die kleinen Dinger sind eine Menge Aufwand!!

Soo, nun könnt ihr euch der Ganache, also der leckeren Schokoladenmasse zwischen den Macarons, widmen. Dazu erwärmt ihr einfach die Sahne auf dem Herd ( nicht kochen lassen, nur heiß machen!), hackt die Schokolade in kleine Stücke und gebt die heiße Sahne über die Schokolade. Nach ca. 3 Minuten könnt ihr die Masse verrühren und zum Abkühlen in den Kühlschrank stellen.


Wenn die Masse abgekühlt und zähflüssig ist, könnt ihr sie mit einem Spritzbeutel auf die Macarons geben. Nicht zu viel, sonst läuft es am Rand über. Setzt nun noch die andere Hälfte der Macarons oben drauf und schon habt ihr eure ersten Macarons selber gemacht!

„Schon“ ist an dieser Stelle übrigens absolut fehl am Platze, denn das Ganze dauert ungefähr 3-4 Stunden und die Küche danach zu putzen nochmal 2 Stunden. Dennoch lohnt es sich, denn die Macarons sind super lecker und ihr könnt schon ein bisschen stolz auf euch sein, wenn sie euch sofort gelingen. Außerdem weiß man nun die Arbeit wirklich zu schätzen, die in Macarons stecken und genießt sie um so mehr!

Damit sie bei euch auch garantiert gelingen, gibt es hier noch meine TOP-5-TIPS für die perfekten Macarons:

1.  Ich kann es nicht oft genug betonen: Achtet bitte wirklich penibel auf die Grammangaben. Abschätzen klappt hier nicht, denn Macarons nehmen es wirklich sehr genau!

2. Um die Macaron-Masse in die Spritzbeutel zu bekommen, könnt ihr die Beutel einfach über ein Glas stülpen (die Spitze steckt ihr in das Glas und den Rest des Beutels über den Glasrand), denn ansonsten wird das eine sehr klebrige Angelegenheit.

3. Wenn ihr die Macarons auf das Blech gemalt habt, könnt ihr das Blech noch vorsichtig schütteln und auf den Tisch klopfen, damit alle Luftblasen rausgehen und die Macarons eine schöne, glatte und knackige Hülle bekommen.

4. Die Ganache könnt ihr mit verschiedenen Geschmäckern ergänzen. Meine Macarons bekamen beispielsweise in einen Teil der Ganache noch zwei Löffel Kirschmarmelade und in einen anderen Teil der Ganache habe ich abgeriebene Zitronenschale (Bio!) gegeben. Soo lecker!!

5. Die Macarons lassen sich super einfrieren!Am Besten legt ihr sie erstmal auf Backpapier in euer Gefrierfach und füllt sie nach 2-3 Stunden in Gefrierbeutel um. Nach dem Auftauen sind sie wie frisch gebacken (nicht in der Mikrowelle auftauen, einfach nur aus dem Gefrierfach nehmen und hinstellen).



So ihr Lieben, jetzt seid ihr gut gewappnet für die ersten Versuche! Oder habt ihr vielleicht noch ein paar gute Tipps? Dann freue ich mich, wenn ihr sie mit uns in den Kommentaren teilt! Viel Spaß mit diesem Rezept für Macarons,

5 comments

  1. Michelle Allez-Vite says:

    Liebe Laura, da bin ich aber gespannt!! Schreib mir unbedingt, ob es geklappt hat :-) Ich wäre viel zu ungeduldig, hihi! Hätte das Rezept nicht beim ersten Mal geklappt, wäre ich wahnsinnig geworden hahaha! Respekt, dass du da so experimentierfreudig und geduldig bist! Liebe Grüße, Michelle

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