Das Glücksprojekt – happy, lucky, fortunate!

Ihr Lieben,

heute ist es endlich so weit! Heute startet die große Überraschung, das Projekt, das ich gemeinsam mit 4 weiteren Bloggerinnen für den März vorbereitet habe. Heute geht es um etwas ganz wundervolles – heute geht es um… Glück!

Es geht um Glück? Hm, das klingt erstmal ein bisschen stumpf, aber ich werde euch erzählen, was dahinter steckt! Vor zwei Wochen war ich auf einer Veranstaltung und kam da mit einem älteren Pärchen ins Gespräch. Die beiden waren wirklich sehr sympathisch, sie strahlte eine unglaubliche Zufriedenheit aus und er war sehr charmant und witzig. Nun ja, genug geschwärmt – jedenfalls erzählte mir die Dame, dass sie an Krebs erkrankt war und ihr Arzt ihr eine Überlebenswahrscheinlichkeit von unter 5% prognostiziert hatte. Schluck! Zu allem Übel wurde wenige Wochen später auch bei Ihrer Freundin Krebs diagnostiziert, sie hatte allerdings mit ca. 80% gute Chancen. Doch es kam anders.

Ihre Freundin versank in ein tiefes Loch von Selbstmitleid und identifizierte sich voll und ganz mit dem Krebs. Die Dame allerdings war zuversichtlich und sagte sich stets, dass sie es schaffen würde und dass sie ein wundervolles Leben hatte, in dem sie jeden Tag genossen hatte. Dies sollte auch der Krebs nicht ändern. Das Ende von der Geschichte ist euch vermutlich schon bewusst: Ihre Freundin verstarb ein Jahr nach der Diagnose, sie aber hat es geschafft und lebt heute seit zwei Jahren krebsfrei.Toi toi toi!

Wieso erzähle ich euch das, wenn es doch um Glück gehen soll? Ganz einfach, weil diese tolle Frau einen Satz sagte, der mich sehr berührte: „Wissen Sie, ich denke, das Glück ist eine Frage der Einstellung. Ich habe eines Tages einfach beschlossen, dass ich glücklich bin und seitdem lebe ich ein wundervolles Leben und nichts und niemand hält mich davon ab!“



Dieser Satz geht mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf und je mehr ich darüber nachdenke, desto sicherer bin ich mir, dass die Dame absolut richtig liegt! Kennt ihr auch diese Menschen, die wirklich IMMER etwas zu meckern haben, die immer das Negative sehen und die euch mit den Worten begrüßen: „Hast du schon gehört?? Da wurde wieder einer in der Bahn zusammengeschlagen // eine Bank ausgeraubt // ist ein Haus ausgebrannt…ist das alles SCHLIMM! Und mir geht es ja auch totaaal schlecht, mein Rücken tut so weh, mein Nachbar ist so doof, das Wetter ist so gemein!“ Wow, das zieht einen sofort runter – und zwar für den Rest des Tages. Nein, stopp, macht euch von sowas unbedingt frei! Lasst nicht zu, dass andere Menschen über eure Stimmung, eure Gefühle und euer Glück bestimmen – das dürft nur ihr!

Also die große Frage: Wie ist man eigentlich bestmöglich glücklich? Was ist Glück?


Ich möchte euch das sehr persönlich für mich beantworten: Ich bin glücklich, weil ich stets versuche das Positive zu sehen, weil ich mich in meinem Leben weitestgehend von diesen negativen Menschen verabschiedet habe ( ja, ein harter Schritt, aber es ist so, so befreiend!) und mich mit Menschen umgebe, die ebenfalls positiv eingestellt sind (das bedeutet nicht, dass diese Menschen nicht auch mal das Wetter und den Nachbarn furchtbar finden – es geht hier um die Grundeinstellung 😉 ). Glück ist für mich, den Balkon zu bepflanzen oder eine Wand zu streichen. Glück ist, mit meiner Familie im Garten zu grillen oder auf dem Weg zur Arbeit den Geruch von Frühling in der Nase zu haben. 

Glück ist, mit fremden Menschen in der Bahn ein nettes Gespräch zu führen oder sich Zuhause nach einem langen Tag auf die Couch zu lümmeln. Glück ist, wenn Edeka mein Lieblingseis da hat, mein Papa vor der Arbeit auf einen Kaffee vorbei kommt oder meine Mama mir am Telefon verrät, wie man Spargel zubereitet ( ja, das machte mich sehr glücklich, denn ich hätte den mit Schale gekocht und gegessen – puuh, Glück gehabt!). Glück ist, mit meinem Liebsten eine Radtour zu machen oder zu Fuß durch den Grunewald zu streifen – immer auf der Suche nach einem kleinen Abenteuer. Glück ist, ein gutes Buch zu lesen oder ein Kakao mit Minimarshmallows und Zimtsirup. Ich schätze die kleinen Dinge im Leben und ich entschließe mich immer wieder bewusst dazu, glücklich zu sein und Dinge zu tun, die mich glücklich machen! 


Das klingt jetzt irgendwie esoterisch…sich entschließen, glücklich zu sein? Als könnte man einen Schalter umlegen und ist einfach glücklich – pah! Natürlich ist es nicht so einfach und auch traurige, wütende, ärgerliche Momente gehören zu jedem Leben dazu. Ich sage nicht, dass du glücklich sein sollst, wenn du gerade einen harten Schicksalsschlag erlebt hast. Aber viele Menschen warten passiv auf besondere Momente, die sie glücklich machen sollen. Warum? Wer sagt, dass nicht ein alter Disneyfilm ein so besonderer Moment sein kann – und den kann ich selber jederzeit in den DVD-Player schmeißen und los geht’s (vorausgesetzt man kann den DVD-Player bedienen…Schaaatz??)! Oder sie erwarten von ihrem Partner / der Familie/ den Kollegen, dass diese sie bitte endlich glücklich machen. Ha, was für eine Last! Wie kann ich das, was ich selbst nicht schaffe, von anderen verlangen?

Nein, der Einzige, der für DEIN Glück verantwortlich ist, bist DU! Du, ganz alleine! Andere Menschen können dein Glück verstärken, aber du musst die Basis schaffen, du legst das Fundament! Und damit du heute glücklich bist, habe ich eine Hausaufgabe für dich: Nimm dir ein Blatt Papier und notiere dir 10 Dinge, die dich glücklich machen! Morgen schreibst du 10 neue Dinge dazu und übermorgen wieder 10! Du wirst sehen, für Glück kann man sich sensibilisieren und du wirst bald merken, dass dir glückliche Momente viel präsenter, viel größer erscheinen. Überlege dir, was dich glücklich macht, dann stehe auf und tu es!

Genau das haben auch 4 Bloggerinnen gemacht, mit denen ich heute das Glücksprojekt starte! Vier Frauen aus ganz verschiedenen (Blogger-)Bereichen und mit unterschiedlichen Ansichten werden euch ab heute jeden Sonntag in ihr ganz persönliches Glück mitnehmen. Manuela, Leonie, Samantha und Jessi werden euch also in den nächsten Wochen ein wenig inspirieren und ich bin sehr gespannt, was Glück für sie bedeutet! 

Und was ist mit euch? Was bedeutet Glück für euch und was macht euch zur Zeit so richtig glücklich? Be happy – stay happy,

4 comments

  1. Ariane says:

    Ein sehr, sehr schöner Text :) Das mit der Einstellungssache habe ich auch gemerkt – während meines Freiwilligendienstes in Peru. Dort hatte ich eine deutsche Kollegin, der es von Anfang an im Ausland nicht gut ging. Sie vermisste ihre Familie und ihren Freund, und beschloss irgendwann, den Dienst abzubrechen. Das war auch okay – allerdings wurde ihr kurz darauf der Reisepass geklaut und sie musste noch so lange in Peru bleiben, bis der neue Pass fertig war und sie ausreisen durfte. Diese Zeit über saß sie den gesamten Tag im Büro und meckerte, was das Zeug hielt – verständlich, aber mich hat das total runtergezogen. Irgendwann kam ich in eine richtig miese Stimmung, was Peru an sich, meine Arbeit, mein Auslandsjahr, den Sinn von allem und so weiter, anging. Erst, als sie weg war, begriff ich, dass dieses Loch, in das ich zu dem Zeitpunkt fiel, vor allem an ihr gelegen hatte, und wie wunderbar es mir eigentlich ging :) Es klingt zwar immer sehr böse, wenn man sagt, man sollte sich von Menschen, die einen nur (!) runterziehen, trennen, aber das ist sehr wahr und man wird später meist feststellen, wie sehr es einem besser geht.

    Ein toller Einstiegspost, und ich freue mich sehr auf die weiteren Beiträge!

    • Michelle Allez-Vite says:

      Liebe Ariane, das sehe ich ganz genau so!! Das schöne ist, dass man, wenn man das einmal so festgestellt und durchlebt hat, in späteren Situationen schneller handelt und es einem dann auch leichter fällt, einen Schlussstrich zu ziehen – bis hier hin und nicht weiter! Freut mich sehr, dass du in Peru diese Erfahrung gemacht hast :-) Ich hoffe, du konntest dadurch auch ganz, ganz viele schöne Momente aus Peru mitnehmen :-)

  2. JesSiCa S says:

    Super toller Text – ich freu mich auf die Aktion, die Beiträge der andere und auf die Reaktionen zu meinem…. eine super Aktion und als Du fragtest sagte ich aus dem Bauch heraus „Ja, klar“ weil mir die Idee und die Message dahinter gefallen haben und mehr und mehr gefallen – aber ich muss ehrlich gestehen ,es wir unglaublich interessante sich mal gezielt mit diesem Thema auseinander zu setzen und nicht nur an die allgemeinen Floskeln zu denken…. Dafür danke ich Dir jetzt schon!!

    In diesem Sinne ~ auf einen März begleitet von noch einem Wenig mehr Glück als wir sonst schon sehen!!
    Liebste Grüße Deine
    JesSi

    • Michelle Allez-Vite says:

      OOoh Jessi, das kann ich nur zurück geben!! Ich habe eure Texte ja jetzt schon gelesen und es ist wirklich witzig, wie unterschiedlich sie sind. Besonders faszinierend finde ich aber, dass wir in einer Sache alle übereinstimmen – was das ist, wird natürlich noch nicht verraten 😉 Aber ich muss sagen, dass mich das ganz besonders glücklich gemacht hat :-))

      Ganz liebe Grüße und bis ganz, ganz bald hier :-))

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