Viva la vida – oder wie wir trotz allem nach Barcelona kamen!

Wie die Zeit vergeht – „gestern“ noch im Flieger nach Barcelona und heute blogge ich für euch schon darüber. Wobei ja „im Flieger“ gar nicht so selbstverständlich ist, wie es zuerst klingt. Warum? Was so schwer daran sein kann, nach Barcelona zu fliegen? Mis amigos, treten Sie ein, genießen Sie die Show!


Als ich letzten Samstag nach Hause kam, hatte mein Liebster bereits alles für unseren Flug am Sonntag (früh!) vorbereitet. Sogar die Fahrverbindung von uns zum Flughafen hatte er rausgesucht – wie vorbildlich! Also Sonntagfrüh um 03:55 Uhr aufgestanden, ganz entspannt gefrühstückt, fertig gemacht und los geht’s. Als wir bereits auf dem Weg zum Bus waren, fragte ich so nebenbei, ob wir denn sicher vom Flughafen Tegel abfliegen würden ( Anmerkung: Berlin hat 2 Flughäfen…und Tegel ist für uns näher als Schönefeld…ergo kürzere Fahrzeit…ergo kürzere Fahrzeit eingeplant…ihr ahnt, was jetzt kommt!). „Ja klaar, von wo denn sonst??“, fragte mein Liebster ganz erstaunt zurück. Da ich ein Organisationsfreak bin und solche „Fakten“ lieber mit eigenen Augen kontrolliere, kramte ich unsere Flugunterlagen raus…DEDÜM! Kreisch, schrei, PANIK!! Schönefeld!! In einem Affenzahn rannten wir zur U-Bahn, mein kleiner Koffer flog regelrecht hinter mir her. An der U-Bahn angekommen, schauten wir der abfahrenden Bahn noch hinterher…nächste Bahn in 15 Minuten! Jackpot! Als wir endlich in der Bahn saßen und mein Liebster mittels Smartphone kontrolliert hatte, dass wir 20 Minuten vor Gateschließung am Flughafen sein werden, wurde ich etwas ruhiger.

Dies änderte sich schlagartig, als die U-Bahn auf 3/4 des Weges appruppt stehen blieb. Upps – technische Störung, na kann ja mal passieren!! Gut, dass der Bus zum Flughafen 2 Min. nach der U-Bahnankunft abfahren sollte – und wir fast 10 Minuten Verspätung hatten. Murphy, I love you!

Glücklicherweise wartete der Bus auf seine völlig panischen Gäste. Nach einer kurzen Lobeshymne auf den Busfahrer (Sie sind der BESTE Busfahrer, den ich je gesehen habe!! Sie sind mein Hero!! Sie retten meinen Tag!! Sie… -jaja, geh weiter, Mädel!) kamen wir dann tatsächlich noch am Flughafen an. Und nachdem ihr nun meine morgentliche Odyssee miterlebt habt, teilen ich mit euch auch meine Eindrücke von der wundervollen spanischen Stadt Barcelona. Viva la vida!







Eine witzige Geschichte gibt es noch von unserem ersten Tag. Denn meine Pechsträhne galt nicht nur der Hinfahrt – ach Quatsch, wo kämen wir denn da hin! Wir beschlossen, den Weg zum Hotel auf eigene Faust zu erkunden und mit dem ÖPNV zu fahren. Nachdem die Regionalbahn einfuhr und zuerst eine Taube ausstieg ( ja, eine Taube, der Vogel…in aller Seelenruhe und als wäre es das Normalste der Welt, dass Tauben eben mit der Bahn fahren!), mussten wir von der Bahn aus noch eine halbe Ewigkeit ein kleines Stück laufen. Wie ihr auf den Bildern seht, gibt es in Barcelona viele schöne Straßen, verwinkelte kleine Gassen und kleine Kreuzungen. So auch auf dem Weg zu unserem Hotel, bis wir zu der einzigen größeren Kreuzung gelangten, welche wir überqueren mussten. Es kam mir etwas spanisch komisch vor, dass mein Koffer sich plötzlich relativ leicht anfühlte, doch im ersten Moment dachte ich mir nichts dabei. Bis ich mich umdrehte und sah, dass der gesamte Inhalt meines Koffers auf der Kreuzung verteilt war! Feinsäuberlich reihten sich T-Shirts und Hosen neben all die Dinge, die man halt für einen Kurztrip so bei sich führt. ALLES lag auf dem Asphalt – inklusive mir, weil ich vor Lachen nicht mehr an mich halten konnte!! Was für ein wundervoller Start!









Trotz des holprigen Starts waren die vier Tage wirklich wunderschön. Das Flair ist wirklich einzigartig und die Stadt so ist unglaublich charmant. In meinem nächsten Post zeige ich euch Barcelona in 24 Stunden. Außerdem habe ich einen ganz tollen Laden entdeckt, den ich euch unbedingt vorstellen muss und einen verwunschenen Garten inklusive Labyrinth gefunden, der sich als absoluter Insidertipp herausstellte – also bleibt gespannt!

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