Barcelona in 24 Stunden – run, boy, run!

Na jetzt werdet ihr aber verwöhnt – der zweite Post noch diese Woche und wir sind erst seit Donnerstag so richtig zurück aus Barcelona. Und ganz viele Bilder! Ihr habt’s ja gut 😉

Wie versprochen und groß angekündigt, zeige ich euch heute diese hippe Stadt in 24 Stunden. Beziehungsweise, wie ihr in 24 Stunden die meisten schönen Orte Barcelonas sehen könnt. Ich warne euch vor, so ein Städtetripp ist anstrengend, man ist den ganzen Tag auf den Beinen und am Abend fällt man totmüde in’s Bett. Also – seid ihr fit? Turnschuhe geschnürt? Gut gefrühstückt? Na dann, los geht’s!


Zuerst haben wir uns in der Nähe unseres Hotels bei einem wunderbaren Bäcker gestärkt: Cruixent BCN! Hier ist die Backstube direkt an den kleinen Verkaufsraum angeschlossen, während man sein Brot bestellt, kann man beim Backen zusehen und den verführerischen Duft von leckerem Gebäck, Brötchen und Pizzazungen genießen. So startet der Tag gut. Gut gestärkt, machten wir uns auf den Weg zur Rambla (Metro L4, Station: Urquinaona), Barcelonas bekanntester Flaniermeile. Zwischen Blumenständen und Süßwarenhäuschen treibt auch so mancher Hütchenspieler sein Unwesen und wir wurden von verschiedenen Einheimischen darauf hingewiesen, auf unsere Taschen zu achten – also nur als Tipp für euch. Dann ging es richtig los: Wenn ihr die Rambla ein Stück entlanglauft, seht ihr auf der rechten Seite den Boqueria-Markt (Rambla 85, Metro L3, Station: Liceu, Sonntags geschlossen), eine Überflutung der Sinne. Rein in’s Getümmel!









Woow, ich kam aus dem Staunen kaum heraus. Hier gibt es wirklich alles! Von verschiedenen Gewürzen über eine Vielzahl an Süßigkeiten, Obst, Gemüse und Pilze bis zu frischem Fisch und lebendigen Hummern. An manchen Ständen hingen riesige Schinken von der Decke, es gab unzählige Saftbars und sogar einen Eierstand, an dem es Straußeneier und andere exotische „Eiersorten“ (Sagt man das so? Eiersorten? Noch nie gehört!) gab. Mein Liebster genehmigte sich einen Obstbecher und ich einen leckeren Smoothie, bevor es wieder auf die Rambla ging.




Wieder zurück auf der trubeligen Rambla und mit einem regelrechten Sinnesrauschen ist etwas Ruhe jetzt die perfekte Abwechslung. Also begeben wir uns nach rechts in das Szeneviertel Raval, in dem auch das Museum für Zeitgenössische Kunst und das Zentrum für Zeitgenössische Kultur stehen. Wen das furchtbar langweilt etwas weniger interessiert (Kulturbanausen!), der folgt uns in den Innenhof des Antic Hospital de la Santa Creu. Zwischen Orangenheinen und gotischer Architektur lässt sich der Touristentrubel vergessen und herrlich entspannen.








Das dachte sich übrigens auch diese Gruppe Jugendlicher, die im Schutze der alten Mauern fröhlich kifften … äääh, Gitarre spielten natürlich!

Nach der kleinen Pause geht es wieder zurück auf die Rambla und diesmal auf die andere Seite in das Jüdische Viertel El Call. Damit wir nicht als absolute Kulturverächter dastehen, haben wir uns die gotische Kathedrale angesehen – inklusive Beweisfotos. Mit fällt gerade auf, dass ich euch gerade mit Fotos zuspamme – lest ihr überhaupt noch den Text oder schaut ihr euch nur die Fotos an? Käsekuchen! Schokosoße! Okay, ihr lest noch mit, Test bestanden. Also zurück zur Kathedrale.








Der aufmerksame Leser merkt jetzt, dass ich euch das letzte Bild vorgestern schon gezeigt habe. Nun wisst ihr also auch, was das ist 😉

Nach der Kathedrale schländerten wir die Gassen entlang und gerieten mitten in eine Großdemo. Fragt jetzt nicht, wofür oder wogegen da demonstriert wurde – aber als Berliner fühlt man sich da glatt Zuhause! Egal, schnell weg, ab zum Parc Güell (Carrer d’Olot, Metro L3, Station: Lesseps). Auf dem Weg dahin verirrten wir uns aus purer Verfressenheit zufällig in ein wirklich nettes Cafe, in dem wir Xocolata amb Xurros mampften. Das ist ein typisch-spanisches Dessert – heiße, dickflüssige Schokolade, in die man frittierte Zuckergebäckstangen tunkt. Klingt fett und kalorienreich – ist es auch. Aber soo lecker! Ein MUSS!

Der Park Güell ist der wohl bekannteste Park Barcelonas, auch Märchenpark genannt, in dem sich Gaudìs Universalgenie in voller Pracht präsentiert. Der Künstler, der Architekt, der Landschaftsplaner, der Kunsthandwerker – in diesem Park kommen alle seine Seiten zum Vorschein. Wir allerdings hatten nur Augen für den Berg, an dessen Fuße sich der Park befindet. Und jetzt kommt ein Geheimtipp: Der Park hat eine Aussichtsplattform – die ist aber ein Witz gegen die traumhafte Aussicht, die man von ganz oben hat! Also krixel kraxel den kleinen Trampelpfad entlang, bis ihr ganz oben angekommen seid! Ihr werdet für die Mühe mit einem wahnsinnigen Blick über Barcelona belohnt!







Sieht gar nicht so hoch aus? Ha, das täuscht dank Kameraobjektiv! Ich sage euch, dieser Berg ist es wert, erklummen zu werden. Die Aussichtplattform ist dagegen was für Amateure 😉

Nach unserer Klettertour fanden wir beim Abstieg den absoluten Insidertipp für Faulpelze Bewegungsoptimierer:



Ohne Witz, es gibt eine Rolltreppe (!!!) zum Park Güell, in der Baixada de la Gloria, nahe der Metro L3 (Station: Vallcarda). Hätte ich das vorher gewusst…wäre ich von meinem Liebsten trotzdem zum Klettern genötigt worden. Aber vielleicht kann sich ja einer von euch so den Aufstieg erleichtern!

Vom Park Güell ging es weiter zur Sagrada Familia, dem bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Vermutlich fühlten wir uns auch deshalb dazu gezwungen, sie uns anzusehen. Was soll ich sagen – hübsche Kirche, von all den Verzierungen her sicher ein Meisterwerk, aber mit Baukränen dekoriert, verliert das gute Stück irgendwie ihren Reiz.


Um ehrlich zu sein, war ich so langsam platt, sodass mich nur noch die Aussicht auf Shopping motivieren konnte. In der Carrer Girona 37 (Metro L1, L4, Station: Urquinaona) sollte es ein großes Mango-Outlet geben (übrigens tatsächlich eine katalanische Modekette – zählt also zu Sightseeing!), also hopp hopp in den Bus. Auf dem Weg wurde ich von einem Herzinfarkt und Schnappatmung überfallen, als ich ein riesiges Maisons du Monde sah – ich kannte das Unternehmen bisher nur aus dem Internet und musste natürlich schlagartig den Bus verlassen, meinen Liebsten hinter mir her zerrend, um einen kurzen Powershoppingstop in diesem wundervollen Geschäft einzulegen („AAAh, Schatz, DAS brauche ich!! Und DAS!! Aaaah, das hier habe ich SCHON IMMER gesucht!!). Leider wurde dieser von dem Verweis meines Liebsten auf die minimale Einschränkung durch unser Handgepäck immens gestört. Was ich trotzdem geshoppt habe (zum großen Ärgernis meines kleinen Koffers!), seht ihr auf Instagram (Allezvite).

Zum Abschluss ging es also noch eine Runde bummeln und dann ab in das Caffe Blu auf einen Sangria. Und ihr seid jetzt bestimmt genau so platt – keine Sorge, im nächsten Post stelle ich euch einen wundervollen, kleinen Laden vor. Die „Entspannung danach“ sozusagen 😉 Also bis bald,



4 comments

  1. Henry says:

    Schöne Fotos für eine nette Erinnerung.Barcelona ist in meinen Augen eine der besten Stadte Europas. Ob neue Markthalle oder die Olympiastrände – und alles bei bestem Wetter!!

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